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Kleinkunst in der Scheune


„Es wäre schade, wenn die Bauernmarktscheune nur alle zwei Wochen zum Zwecke des Bauernmarktes die Tore öffnen würde", stellte Reinald Kolb bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste fest, die sich zur Premiere von „Kleinkunst in der Scheune" eingefunden hatten. Und so will der „Fränkische Stammtisch" das kulturelle Leben in Stadtsteinach künftig regelmäßig durch Veranstaltungen beleben. Bis weit nach 23 Uhr dauerte das abwechslungsreiche Programm, das von Nachwuchskünstlern und bekannten Größen gestaltet wurde.
Den Auftakt machten Jonas Gleich, der mit 12 Jahren jüngster Akteur des Abends war und Vinzenz Pyka. Die beiden Zaubacher zeigten geschickt auf, was durch Missverständnisse hervorgerufen sich in einem Restaurant zutragen kann.
Roland Wolfrum und Wolfgang Hoderlein parodierten frei nach Loriot in den Personen der Frau Bergner von tv-Franken und des Dr. Gröbner  vom politologischen Institut Guttenberg, welche Probleme entstehen können, wenn man sich auf ein Wahlkampf -Abkommen verständigen möchte. Zugeschnitten mit viel lokalpolitischem Kolorit steigerten sich beide Darsteller angetrieben vom Applaus der Zuschauer zu einem wahren Feuerwerk an Improvisation und Slapstick.
Albin Summa mit 85 Jahren der Senior unter den Darstellern, ist im Raum Bayreuth ein bekannter Mundartdichter. Mit seinen meist in gereimter Form vorgebrachten Gedichten bewies er, wie genau er Franken auf den Mund und in die Seele schaut. Egal ob er  vom Kauf eines Papageis oder von der drohenden „schobbing" -Tour mit der Frau berichtete, Albin Summa zog die Zuhörer in seinen Bann.
Autorin Gaby Barg gab Kostproben aus ihren beiden Büchern. Aufs Korn genommen hatte sie dabei vor allem Angewohnheiten und Marotten von Männern. Sei es als besser wissender Beifahrer oder „möchte-gern-Liebhaber" am Sonntagmorgen, wenn die Frau gerne noch schlafen würde, sie gab vielen Männern Gelegenheit, sich selbst zu erkennen.
Gerd Kammerer aus Mainleus in den Personen von Erwin Pelzig und seinen unverkennbaren Freunden rechnete vor, wie teuer dem Steuerzahler Strafgefangene, „Ossis", Ärzte und vor allem Bauern kommen. Mit seinem kommödiantischen  Talent brillierte Gerd Kammerer, als er gleichzeitig in vier Rollen auftrat und dabei Stimmlage  und Ausdruck fehlerfrei wechselte.
Alle Register seines Könnens zog Hansi Hümmer, der das Programm musikalisch ausgestaltete und stimmungsvoll bei Kerzenschein mit "Sierra Madre" ausklingen ließ.
Roland Wolfrum, der durch das Programm führte, bedankte sich bei Andrea und Jürgen Schübel-Münch von der Brauerei Schübel für die Unterstützung des Fränkischen Stammtisches mit einem großen Blumenstrauß, natürlich in den Farben rot und weiß.